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Berlin. Masurenalle, Theodeor-Heuss-PLatz: Ein frühes Rundfunk/Fernseh-Zentrum

Relativ dicht bei einander liegt in Berlin an der Masurenalle und am heutigen Theodor-Heuss-Platz ein frühes Zentrum aus rundfunkhistorischer Sicht.


Schon seit 1931 gab es hier das "Haus des Rundfunks", Architekt Hans Poelzig. Ein bauhistorisch bemerkenswertes Gebäude mit beachtlichen Ausmaßen (ca. 155 Meter lang, ca. 21 Meter hoch, Grundriss dreieckig).  Es wurde zuerst das Programm des Voxhauses (Funkstunde), dann des Reichssender Berlin und danach ab 1945  des Berliner Rundfunks, des SFB und des RBB produziert. Ausserdem befand sich hier in diesen frühen Jahren dort die "Reichsrundfunkgesellschft mbH",  die "Deutsche Welle" und zur Rundfunkaufsicht der "Rundfunkkommissar (Bredow)".  mehr.jpg

 

Anklicken. Rechts: Haus des Rundfunks (Masurenallee)

 

Das damals moderne Gebäude hatte viele technische Neuigkeiten. So waren die langen Gänge schalldämpfend konstruiert. Es gab einen großen Sendesaal mit hervorragender Akustik mit spezieller Holzverkleidung,  Zwei weitere Sendesääle, sowie 10 Aufnahmestudios und zahlreiche Büroräume. Der Lichthof direkt hinter dem Haupteingang gilt noch heute stilistisch als bemerkenswert.


rundfunkhalle.jpgSchräg gegenüber des "Haus des Rundfunks" auf dem Messe-Gelände wurden  seit 1924 die Funkausstellungen in einer extra dafür gebauten Holz-Struktur-Halle durchgeführt. Man wählte hier bewusst eine Holzhalle, da diese entgegen einer Metall- oder Steinkonstruktion die Rundfunkwellen besser in das Ausstellungsgebäude eindringen ließ. mehr.jpg

 

Links: Die ehemalige hölzerne Rundfunkhalle auf dem Ausstellungsgelände

 

In dieser Halle, die leider 1935 quasi als Nebeneffekt des Feuers im Funkturm-Restaurant abbrannte, gab es auch einen Rundfunksender. Die Halle befand sich zwischen dem Funkturm und den heutigen ICC.


messe-berlin.jpgAb 1926 konnte der damals neu gebaute Funkturm als "Sendeantenne" für die Funkstunde des Voxhauses genutzt werden. Bei dem Brand der Funkhalle im Jahr 1935 auf dem Ausstellungsgelände wurde der Funkturm stark beschädigt, aber alsbald wieder  instandgesetzt. In den letzten Kriegstagen wurde einer der vier Standfüße des Turm durchschossen, sodaß der Turm zeitweise nur auf drei Füßen stand. mehr.jpg   mehr.jpg

 

Anklicken. Rechts: Messe Berlin mit Funkturm

 

Der Funkturm strahlte neben Mittelwelle auch UKW und Fernsehen aus. Ursprünglich sollte er insgesamt als Antenne wirken und stand deshalb auf Porzellanfüßen. Das hatte sich aber nicht bewährt. Der Funkturm zählt zu den Wahrzeichen von Berlin.

 

Um 1932 / 33 gab es in Deutschland schon ca. 4 Millionen Rundfunkhörer.

 

deutschlandhaus.jpgSeit 1937 wurde im "Deutschlandhaus", welches links neben dem Amerika-Haus platziert wurde,  am damaligen Adolf-Hitler-Platz (Reichskanzlerplatz, Theodor-Heuss-Platz) ein Fernsehprogramm produziert und vom nahen Funkturm ausgestrahlt. Der Sender trug in Erinnerung an den deutschen Fernseh-Pionier den Namen Paul Nipkow.  

 

Anklicken. Rechts: Deutschlandhaus,

hinten Amerikahaus

 

Anklicken. Links: Volksfernseher 1938 mehr.jpg

 

Bis weit in den zweiten Weltkrieg hinein wurde hier ein durchaus anspruchsvolles Programm produziert, obwohl die erreichbaren Zuschauerzahlen  stark eingeschränkt waren. Es gab kaum Fernseher, die zudem teuer waren. Technisch war das Fernsehen auch - insbesondere - auf der Studio-Seite  - noch nicht ausgereift. Starkes heißes Licht zum Ausleuchten der Szenen erschwerte die Produktion und brachte die Akteure zum Schwitzen..


fernsehzentrum.jpgUm 1970 wurde neben dem "Haus des Rundfunks" ein Fernsehzentrum mit einem Hochhaus (mit 14 Stockwerken ohne den Ausatz) für den damaligen SFB (Sender Freies Berlin) errichtet. Markant an dem Hochhaus ist der turmartige Aufsatz, in dem sich auch Richtantennen befinden. Heute residiert hier der RBB (Rundfunk Berlin Brandenburg) neben den Gebäuden in Potsdam-Babelsberg. Architekt Robert Tepez. In den Nebengebäuden des Hochhauses befinden sich u.a. drei Fernseh-Studios: Studio A, Studio E und das Abendschau-Studio.

 

Anklicken. Rechts: Fernsehzentrum des SFB / RBB

 

Weniger als drei Kilometer nach Westen vom Haus des Rundfunks (Stallupöner Allee) entfernt, befand sich die Mittelwellen-Sendestelle des SFB/RBB.  Das Kurzwellenprogramm des SFB wurde vor Jahrzehnten aus Rohrdorf auf 6190 kHz abgestrahlt. Der Fernsehsendemast des RBB ist ca. 3,7 km ebenfalls in Richtung Westen am Scholzplatz platziert.  mehr.jpg

 

 


 

Wer sich heute an dieser Örtlichkeit einfindet, kann also auf kleinstem Raum "rundfunkhistorische Luft" der Jahre 1924  bis heute "schnuppern".

 

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http://www.welt-der-alten-radios.de/geschichte-funk-zentrum-427.html    www.welt-der-alten-radios.de         18.09.2014 / 20.09.2014

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