Für Smartphones, Tablet-PCs, Windows Phone: Ersatz-Menü
Datenschutzerklärung

>>> 24.06.2017 Neuigkeiten (News) ... Hier klicken

Tipps & Tricks. Frequenzen, Bereiche, Not-Mess-Sender, etc.

 

 

Der Abstimm-Bereich Ihres Detektors


Beim Detektor ist die Wahl der Antennen- Ankopplung entscheidend für den Abstimmbereich. Der Mittelwellen- Bereich geht von 520 KHz bis 1620 KHz. Viele Detektor- Geräte können diesen Bereich nicht voll abstimmen. Beispiel: Wird die Antenne (ca. 8-12 Meter) über einen 82 pF Kondensator gekoppelt (Punkt 2), ist der gesamte Mittelwellen- Bereich abstimmbar und die Empfindlichkeit des Gerätes gut. Hier eine Tabelle über die Wirkung von verschiedenen Antennen- Ankopplungen:

 

Drehkondensator 656pF-20pF (500pF), Spule 0,97 mH
Antennen-Kopplung höchste Frequenz niedrigste Frequenz
Keine Antenne 3500 KHz 600 KHz
Punkt 1 1300KHz 560 KHz
Punkt 2 1730 KHz! 520 KHz
Punkt 3 1500 KHz 575 KHz
Punkt 4 1680 KHz 595 KHz

 

Frequency ranges

Viele Bauvorschläge und Artikel (auch im Internet) weisen nicht genügend auf diese Problematik hin. Jede Änderung der Antenne oder der Ankopplung ändert auch den Frequenz-Bereich des Detektor- Empfängers. Je fester die Antennen-Kopplung, umso kleiner der Frequenz-Bereich! Das kann kritisch werden, wenn ein Sender relativ dicht am Band-Ende liegt. Er kann nach einer Änderung der Antenne oder der Kopplung aus dem Frequenzbereich des Detektors verschwinden.

 

Rahmen-Antennen-Detektoren haben dieses Problem nicht. Deshalb können Rahmen-Antennen-Skalen auch geeicht werden.

 

Eine Frequenz-Eichung eines Detektors geht eigentlich nur, wenn immer die selbe Antenne und Kopplung genutzt wird.


Wie treffe ich beim Spulenbau den richtigen Frequenz- Bereich?


Wenn Sie einen Detektor bauen, beachten Sie, dass Sie am Besten die Spule mit Anzapfungen herstellen. Beispiel: Ein Bauvorschlag verlangt z.B. 80 Windungen. Stellen Sie eine Spule mit 65, 70, 80, 90, 95  Windungen mit Anzapfungen her. So können Sie das Gerät besser auf den Mittelwellenbereich anpassen. Sie löten versuchsweise den Anschluss-Draht des Gerätes an die Anzapfungen und testen wann der Frequenzbereich am Besten getroffen wird.

 

Nochmals (weil so wichtig) der Hinweis: Ein großer Teil von Detektorradio-Selbstbauprojekten scheitert an einer falschen (oder teilweise falschen) Lage des Frequenzbereichs des Schwingkreises. Ist die Induktivität (Spule) oder die Kapazität (Drehkondensator) zu hoch, liegt der Schwingkreis zu tief, umgekehrt wenn die Induktivität und Kapazität zu klein ist,  liegt der Schwingkreis zu hoch.

 

Es gibt viele Bauvorschläge und auch Kauf-Detektorgeräte, wo der Frequenzbereich nicht stimmt. Oft muss hier angepasst werden.

 

Das Problem äußert sich zumeist so: Es ist trotz richtigem Aufbau kein Sender zu hören oder nur wenn der Drehkondensator voll eingedreht oder voll ausgedreht ist.

 

------------------------------------------

 

Mit Hobby-Möglichkeiten ist das Erkennen eines falschen (oder teilweisen) Frequenzbereichs schwierig. Man sollte sich mit einem Vergleichsradio einen Sender um 1000 Khz (grob Bandmitte) suchen (vielleicht nachts), der gut hörbar ist und dann versuchen, diesen Sender auch im Detektor zu empfangen.

 

Ist dieser Sender im Detektor am oberen oder unteren Abstimmbereich zu hören, liegt der Schwingkreis falsch.

 

Relativ schnell kann man durch testweises Parallelschalten eines Kondensator mit dem selben Wert des Drehkondensators die Schwingkreisfrequenz nach unten zwingen oder durch in Reihe schalten mit einer gleichen Kapazität  den Kreis noch oben drücken. Allerdings ändert sich bei diesem Test der Regelbereich des Schwingkreises deutlich. Aber so kann in vielen Fällen erkannt werden, in welcher Richtung der Schwingkreis falsch liegt:

 

frequenz-zwingen.jpg

 

Hat man so erkannt, wohin der Schwingkreis verschoben ist. Bitte dann aber die richtige Lage durch Änderung der Induktivität (und nicht Änderung durch Parallelschalten und Reihenschalten eines Kondensator) herstellen.


HF-Mess-Sender


Wollen Sie sich ernsthaft mit Detektor-Bau beschäftigen? Dann sollten Sie sich einen HF-Mess-Sender beschaffen. Damit erkennen Sie sofort, welchen Frequenzbereich Ihr jeweiliger Detektor hat. Empfindlichkeits-Unterschiede können auch festgestellt werden.

 

... Hier das Beispiel eines Mess-Senders. Wie wird abgeglichen? ... mehr


Not-Mess-Sender: Frequenz-Bereich des Detektors ohne Mess-Sender bestimmen.
Wir erzeugen einen Schein-Mess-Sender, einen Mess-Sender-Simulator.

 

Ich werde immer wieder gefragt, warum der Detektor-Empfänger nicht richtig den gewünschten Frequenzbereich trifft. Nun ja, das ist dann ein Problem, wenn kein Mess-Sender verfügbar ist und man nicht prüfen kann, wo der Detektor überhaupt empfängt. Aber es gibt einen Trick, sich einen Mess-Sender zu schaffen, auch wenn man diese heute seltenen Hilfsgeräte nicht besitzt. Haben Sie drei alte Mittelwellen-Radios (Am besten sind Transistor-Portables)? Es müssen aber einfache Geräte sein, die nicht nach dem Doppelsuper-Prinzip arbeiten.

 

Wie soll das gehen? Jedes Superhet-Radio ist auch ein Sender. Der eingebaute Mischoszillator ist mit einem anderen Radio, also auch mit einem Detektor zu empfangen, wenn beide Geräte DICHT beieinander stehen. Allerdings ist das Oszillator-Signal unmoduliert, also mit dem Detektor nicht oder kaum hörbar. Jetzt kommt der Trick. Wenn zwei Radios mit der selben Zwischenfrequenz fast auf die gleiche Frequenz gestellt werden, ensteht eine im Detektor hörbare Schwebung (Pfeifton).

 

Wie entsteht der Ersatz-Mess-Sender?


Die meisten MW-Radios haben eine Zwischenfrequenz von 468 oder 473 kHz. Wir gehen in unserem Beispiel von 473 kHz aus. Diese Oszillatoren schwingen immer 473 kHz über der jeweiligen Empfangs-Frequenz des Radios.

 

Schritt 1. Der Referenz-Empfänger (Radio 1) wird auf ca. 1000 khz eingestellt. Es geht zur Not auch ohne diesen Referenzempfänger, dann wird eben der Detektoempfänger zum Referenzempfänger, aber auch gleichzeitig zum Probanden.


Schritt 2. Der Mess-Sender 1 (Radio 2) wird DICHT an das Radio 1 plaziert und auf ca.1473 khz eingestellt. Im Referenzradio muss eine Rauschänderung eintreten, wenn Radio 2 fein hin und zurück verstimmt wird.


Schritt 3. Der Mess-Sender 2 (Radio 3) wird auch DICHT an das Radio 1 plaziert und auch auf 1473 khz eingestellt, bis im Referenz-Radio 1 ein Pfeifton (Schwebung) hörbar wird.


Schritt 4. Der modulierte Mess-Sender ist nun einsatzbereit. Ohne Veränderung der Frequenz stellen Sie Radio 2 und Radio 3 dicht neben den Detektorempfänger und versuchen Sie mit dem Drehko des Detektors und/oder durch Veränderung der Spuleninduktivität den Pfeifton hörbar zu machen. Der Ton sollte ca. in der Mitte des Abstimmbereiches hörbar werden. Am besten, Sie wickeln die Antennenleitung des Detektors einige Male um Radio 2 und Radio 3.

 

Lassen Sie den Referenz-Empfänger (Radio 1) leise mitlaufen, so können Sie immer feststellen, ob die Schwebung noch hörbar ist.

 

Leider können Sie nicht den ganzen Mittelwellenbereich so "sendemässig" einstellen. Unser Scheinmess-Sender kann im MW-Bereich Frequenzen von 1003 - 1600 KHz erzeugen. Das (die) Senderadio(s) stehen mit der Anzeige dann zwischen 530 und 1127 KHz.  Können Sie den Pfeifton nicht hören, ist höchstwahrscheinlich der Detektor-Schwingkreis falsch dimensioniert.

 

Zum generellen Feststellen, ob der Detektor überhaupt den Zielbereich erfasst, reicht das aber allemal. Wenn Sie auf 1600 KHz "senden", stimmen Sie den Schwingkreis (Induktivität und Kapazität) so ab, dass der Drehko voll ausgedreht ist.

 

pseudo-mess-sender.jpgSo haben Sie schon das eine Bandende exakt festgelegt, denn der MW-Bereich geht von ca 530-1620 KHz.

 

Mit der Sendefrequenz von 1003 KHz (Anzeige des "Senders" 530 KHz) haben Sie ca. die Bandmitte im Griff. Das untere Bandende um 530KHz müssen Sie dann mit echten Rundfunksendern prüfen.

 

Photo rechts: Ein kurzes Video, wie man zwei (drei) Radios als Pseudo-Meßsender nutzen kann, ist bei Youtube anzusehen:

 

http://www.youtube.com/watch?v=XueFlsUSl-w

 

Die Methode mag sehr kompliziert erscheinen. Nach einigen Übungen geht das aber schnell von der Hand und man kann auch am Tage - wenn vielleicht MW-Sender fehlen - recht genau feststellen, ob ein Schwingkreis die Bandmitte (um 900 - 1100 kHz) trifft.

 

Zurück zur Tips & Tricks-Seite

 

Letzte Änderung: 13.04.2015

© 1996/2017 Wumpus Welt der Radios. Rainer Steinführ, WGF | Besucherzähler: 1.642.365

Kontakt & Impressum | Sitemap | Admin-Login | Seitenanfang ↑