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Skalenseile, Seilantriebe

 

Skalenseile. Skalenseil neu auflegen, Tipps und Tricks, Seil-Kombiantriebe.
Skalenseil erneuern, Skalenseil ersetzten, Skalenseil reparieren, Skalenseil restaurieren, Scalenseile.

 

Inhalt:

  1. Allgemeines
  2. Vorbereitungen zum Seilwechsel
  3. Skalenseil auflegen / Ersatzseile
  4. Handzeichnung
  5. Verwendete Bauteile (Photos)
  6. Realisation eines Skalenantriebes am Beispiel eines Grundig 87a
  7. Typischer Seillaufplan (für Telefunken Opus 2214)
  8. Probleme mit nicht gerissenen Skalenseilen
  9. Seil-Kombi-Antriebe

 

 


 

 

1. Allgemeines:

Für viele Sammler alter Radios sind Reparaturen und Neuauflegungen von Skalenseilen ein "Angst-Thema". Wenn einige Überlegungen und Vorbereitungen vor einer Reparatur bedacht und vorgenommen werden, ist es dann garnicht mehr so schwer. Sie müssen sich nur klar werden, dass ein Seil nicht einfach nur verlegt werden kann, die Position von Seilrad und Zeiger und Laufrichtung muss beim Beginn der Verlegung stimmen. Also nur Mut.

 

Die Frequenzabstimmung alter Radios wurde zumeist mit einen Drehkondensator (oder einer Kombination aus mehreren Drehkondensatoren) vorgenommen. Ausnahmen sind induktive Abstimmungen, die aber teilweise auch über Seilzüge gesteuert wurden.

 

Bei einer typischen Drehkondensatorabstimmung wird der Seilzug von einem Seilrad auf der Drehkondenstor-Achse zur Skala und weiter zur Achse des Antriebsknopfes und zurück zum Seilrad geleitet. Diese Komponenten sind oft auch über Umlenkrollen als Kreislauf verbunden.

 

Das Skalenseil muss fest und schlupffrei gespannt sein, aber eben auch nicht zu fest, weil sich u.U. das Seil nicht mehr bewegen würde. Deshalb sind die Seile eigentlich immer mit Federn gespannt, um spätere Längenausdehnungen in gewissen Grenzen kompensieren zu können. Beim Auflegen sollte die Spiralfeder am Anknotpunkt ca 1/3 bis 1/2 ihren entspannten Länge gestrafft gekonotet werden.

 

Sonderseilzüge, wie Bowden-Zug-Antriebe, Antriebe für drehbare Ferrit-Antennen, Kurzwellenlupen, usw. werden hier nicht behandelt, sind aber singemäß zu behandeln.

 

Bis auf wenige Ausnahmen laufen Drehrichtungen so: Wird der Drehknopf im Uhrzeigersinn gedreht, soll sich der Zeiger auf der Skala von links nach rechts bewegen. Wichtig: Werden dabei die Rotorplatten des Drehkondensators aus dem Statorpaket herausgedreht, muss sich der Skalenzeiger dabei von der niedrigen Frequenz auf der Skala zu höheren Frequenz bewegen, also aus Richtung 500 kHz nach 1600 kHz oder von 87 MHZ zu 100 MHz!

 

Achtung: Es gibt hier leider Ausnahmen. Bei einigen Radio bewegt sich der Zeiger nach links, wenn der Knopf im Uhrzeigersinn gedreht wird. Findet man ein solches Radio vor, bitte zuvor prüfen, ob nicht Jemand doch das SEil zuvor falsch aufgelegt hat.

 

Normalerweise wird die Knopfantriebsachse vom Skalenseil nur einmal umschlungen, seltener zweimal, ganz selten dreimal. Zuviele Umschlingungen führen an dieser Stelle zum sich wiederholenden Springen (knacken) des Seiles.

 

Es gibt kompliziertere Seilantriebe, insbesondere wenn ein UKW-Teil vorhanden ist. Es können dabei zwei oder noch mehr Zeiger vorhanden sein. Manchmal wird der Antrieb auch zwischen AM und FM umgeschaltet. Bei solchen komplexen Antrieben werden oft Stahlseile und Stoffseile kombiniert. Auch Bowden-Züge leiten Seile zu unzugänglichen Stellen auf dem Chassis (z.B. Philips). Aber prinzipiell gilt für solche Systeme das weiter oben Gesagte.

 

 


 

 

2. Vorbereitungen zum Seilwechsel:

Finden Sie ein Radio mit gerissenen Skalenseil vor und haben Sie keinen Seillaufplan: Widerstehen Sie dem Wunsch, das defekte Seil sofort zu entfernen oder auch nur am Anrieb zu drehen oder den Drehko zu verstellen. Machen Sie stattdessen sofort eine Skizze, wie Sie das gerissene Seil vorgefunden haben.

 

Gut ist es , wenn ein Service-Heft oder ein Schaltbild mit Seillaufplan zur Verfügung steht. Das ist für viele Geräte beschaffbar.

 

Zeichnen Sie genau die Lage, die Richtung und Wickelsinn und jeweilige Windungszahl des Seiles am Drehko-Rad, an der Antriebsachse, an den Umlenkrollen, die Befestigungsform und Lage des Skalenzeigers auf. Wo war der Zeiger auf der Skala, in welcher Position stand der Drehko in diesem Augenblick, voll drinnen, voll draussen, 30 % drinnen, usw. Auf manchen Skalen findet man Zeiger-Endmarken.

 

Finden Sie kein altes Seil vor, erstellen Sie sich selbst einen Seillaufplan, fangen Sie nicht einfach, irgendwas und irgendwie zu wicklen.  Nehmen Sie dazu folgendes synchron an: Der Drehko ist voll ausgedreht, der Skalenzeiger soll sich an dem Skalenende befinden, wo die Frequenz am höchsten ist. Beispiel Mittelwelle. Hier muss der Zeiger bei 1600 kHz stehen, nicht bei 520 Khz. Drehen Sie nun gedanklich den Drehkondensator mit dem Seilrad, solange bis er voll reingedreht ist. Wieviel Umschlingungen auf dem Seilrad haben sich auf- oder abgewickelt? Genau so oft muss eben dieses Seilrad in der Laufrichtung umschlungen werden, nicht mehr.

 

Jetzt prüfen Sie, ob der Drehko, die Antriebsachse, die Umlenkräder straff sitzen. Der Drehko muss leichtgängig laufen. Leider verharzen im Laufe der Jahre die Getriebeteile. In diesem Fall muss das alte Fett runter und dann neu gefettet werden. Aber ganz wichtig:

 

Öl oder Fett darf niemals mit dem Skalenseil selbst in Berührung kommen. 

(Wer das macht muss 100 Jahre in den Kerker)

 

Vermittlungsradlager, Drehko-Radlager und Antriebsknopf-Lager können VORSICHTIG und sparsam geölt oder gefettet werden. Zuviel Öl oder Fett sofort wieder entfernen. Nochmals aus vielfach gegebenen Anlass: Widerstehen Sie dem Rat anderer, das Seil zu ölen, weil dann (angeblich)  alles besser laufen würde, NEIN: Tut es nicht, das Seil wird unbrauchbar!

 

Ersatzseile: Ersetzen Sie, wenn möglich, Skalenseil mit gleichem Durchmesser. Keinesfalls darf Stoffskalenseil durch Stahlskalenseil - und umgekehrt - ersetzt werden. Versuchen Sie echtes Skalenseil zu verwenden. Garn, Paketschnüre, Kupferlitzendrähte usw., sind nicht geeignet.  Warum? Weil sich Skalenseil fast garnicht in der Länge dehnen und auf die Dauer ausleiern darf. Echte Skalenseile sind immer schwerer zu bekommen. Es gibt eine Alternative: Drachenschnüre aus synthetischen Materialien (z.B. Dyneema), wenn die Längstdehnung nur sehr gering ausfällt und das Seil sich zerstörungsfrei eng knoten lässt. Deshalb ist aber z.B. Kevlar nicht geeignet.

 

Bestimmen Sie schon vorab, wieviel Seil Sie benötigen. Geben Sie dabei ein gewisses Sicherheitspolster vor. Ist das Seil viel zu lang, erschwert sich das eigentliche Verlegen.

 

 


 

 

3. Skalenseil auflegen:

Kommen wir zum Auflegen selbst. Sie brauchen die ausreichende Menge Skalenseil, eine Feder, eine Pinzette, eine spitze Flachzange, eine kleine Flasche mit Haushaltsklebstoff oder Nagellack (zum Fixieren der End-Knoten), einen starken Kaffee oder Tee, starke Nerven und zwei ruhige Hände.

 

Diesen eingerückten Text dreimal lesen bevor es losgeht:

Fangen Sie so an, dass Sie das Seil mit der notwendigen Umschlingungszahl um das Seilrad legen (welches sich auf der Drehko-Achse befindet)  und im Seilrad festknoten. Jetzt ziehen Sie das Seil, bis die Seilradtrommel voll abgewickelt ist und legen in dieser Stellung nach Seillaufplan das Seil (immer unter leichter mechanischer Zugspannung, damit es sich nicht lösen kann oder aus den Führungen springt) über die Umlenkrollen an der Skala vorbei zur Antriebsachse, umschlingen diese und führen das immer straff gespannte Seil (zwei Hände benutzen) zurück zum Seilrad.

 

Das Seil darf sich auf dem Seilrad von Windung zu Windung nicht überkreuzen, sonst klemmt es ich fest. Jetzt wird es interessant: Sie umschlingen das Rad mit der Maximalumschlingungszahl und ziehen dann das Seil straff. Feder einhängen am Seilrad, gestrafftes Seil festknoten. Achten Sie beim Festknoten darauf, dass sich das Seil beim Knot-Vorgang nicht lockert. Legen Sie die Knotenschlinge um den Haken und klemmen mit einer spitz zulaufenden Flachzange das Seil am Haken vorsichtig fest, sodass das Seil beim Knoten zuziehen nicht rutschen kann.

 

Die Stunde der Wahrheit kommt. Lässt sich das Seil drehen, werden beide Endpositionen des Drehkos erreicht? Ja? Dann den Skalenzeiger an die richtige Position bringen und einhängen. Manche Radios haben für die Endstellungen des Zeiger auf der Skala kleine Marken. Läuft alles richtig, die Knoten mit einem Tropfen Klebstoff oder Nagellack fixieren, ebenfalls den Zeiger.

Rutscht der Antrieb? Quitscht es beim Drehen * ? Ist nicht der volle Skalenzeigerweg durchdrehbar? Dann arbeiten Sie bitte diese Anleitung nochmals durch.

 

* = Quitscht der Seilzug? Es kann an zuviel Umschlingungen des Seils um die Drehknopfachse liegen oder an Umlenk-Seilführungsrädern oder an "trockener" Drehkoachse oder Drehknopfachse. Hier vorsichtig (ohne Kontakt zum Seil) einen Tropfen Öl an die Lager bringen. Auch kann der Zeiger irgendwo schleifen. Sie finden die Quitschstelle nicht? Formen Sie aus einer Zeitung ein Hörrohr und halten es an die verschiedenen Stellen der Seilführung, das andere Ende ans Ohr. So finden Sie schnell die Quitschstelle.

 

Knackt es nach dem Auflegen beim Drehen von Zeit zu Zeit, ist die Zahl der Umschlingungen um die Knopfachse zu hoch oder das Seil läuft statt von hinten nach vorn anders lang oder umgekehrt (kann so oder so richtig sein). Kompliziert? Ja, stimmt.

 

 


 

 

4. Handzeichnung:


 

Handzeichnung eines Skalenseil-Laufplans. Beispiel.
1= Seilrad, 2 = Knopfantriebsachse, 3, 4 = Umlenkrollen, 5 = Zeiger, 6 = Feder
Links unten ist das Seilrad auf der Drehkoachse mit der Umschlingung gezeigt.
Das hier links oben weggehende Seil ist 1 1/4 Windung umschlungen, das links unten weggehende Seil 1/2 Windung.

Das kann bei einem langen Skalenzeigerweg jeweils auch mehr sein.

 



 

 

5. Verwendete Bauteile:

Typischer Drehkondensator mit Achse zum Aufsetzen des Seilrades.



20,21 = Typische Seilräder. 22 = Typische Umlenkrollen. Rechts Drehko mit aufgesetzten Seilrad.
Bei dem linken Seilrad sind die Hacken zur Aufnahme der Seilknoten und der Feder zu sehen.

 

 

Typische Skalenseile. Übliche Seildurchmesser sind 0,2 - 1 mm.

 

Achtung: Der Seildurchmesser muß richtig sein, ersetzen sie niemals dickes Seil gegen dünnes oder umgekehrt!

Achtung: Stahlseil nicht gegen Stoffseil tauschen oder umgekehrt!

Achtung: Es gibt Skalenantriebe mit Stahlseil und Stoffseil gleichzeitig an verschiedenen Stellen!

 


6. Realisation eines Skalenantriebes am Beispiel eines Grundig 87a :


 

Der Seilantrieb hat 3 Umlenkrollen, ein Seilrad, eine Antriebsachse für den Drehknopf, einen Skalenzeiger.
Bei diesem Gerät liegt die höherfrequente Seite der Skala links. Der Seilzug wurde also in Stellung des Zeigers am unteren Bandende photographiert.
Die gelben Pfeile zeigen die Laufrichtung, um vom unteren Bandende (520 KHz) zum oberen Bandende (1600 KHz) zu kommen.

 

seil10.jpg

Nochmals: Der Seillauf des vorigen Fotos (Seil gelb).




 

Drehko voll eingedreht, Stellung 520 Khz. Gut ist die Spannfeder am oberen Knotenhaken zu sehen. Der untere Knoten benötigt keine Feder. Unten sieht man den roten Skalenzeiger. Der Drehkondensator kann aus diese Position nur gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden.

.


 

Die Knoten sind gegen Lockerung versiegelt, hier wahrscheinlich mit rotem Nagellack.

Die Spiralfeder gleicht das langsame "Ausleiern" des Seiles über die Jahre aus.

Unten links der rote Skalenzeiger.



 

Das Seil ist zweimal um die Knopfantriebsachse geschlungen. Es ist darauf zu achten, das sich das Seil nicht überkreuzt.



 

Der Skalenzeiger auf diesem Photo liegt unten nicht richtig in den Führungs-Perlonfäden.
Ein Führungsfaden müsste davor, der andere hinter dem Zeiger liegen.


 


 

 

7. Typischer Seillaufplan (für Telefunken Opus 2214) :


 

Dieser Seillaufplan zeigt die Seilführung für AM und FM.
Die Besonderheit liegt darin, dass auf UKW eine induktive Abstimmung genutzt wird.



 

Detail aus obigen Seillaufplan. AM-Bereich.
f/e = Seilrad auf Drehko mit 4 Umschlingungen, a  b  e = Umlenkrollen,  c/d Achse des Antriebknopfes mit 2 Umschlingungen.

 



Detail aus obigen Seillaufplan. FM-Bereich.
a/b = Antriebsrad mit einer Umschlingung, d = Seilrad auf Abstimm-Modul mit 2 Umschlingungen, e und c = Umlenkrollen

 



 


8. Probleme mit nicht gerissenen Skalenseilen:

Auch scheinbar intakte Seilzüge können Probleme bereiten. Nicht immer muss gleich ein neues Seil aufgelegt werden.
Beispiele:

  • Seil rutscht an der Knopf-Antriebsachse durch. Ist der Bereich des Seiles um die Antriebsachse stark verfärbt? Vielleicht hat doch jemand geölt. Mit einem Mikrofasertuch möglichst viel Öl abtragen.

    Seil rutscht an der Knopf-Antriebsachse durch. Seilspannung zu gering. Wenn möglich, eine kürzere Feder unter Aufrechterhaltung der Zugspannung einsetzen, darauf achten, dass das Seil nicht abspringt. Wenn sich der Knoten lösen lässt, kann auch neu straff gespannt werden. Mit einem Hilfsseil kann innerhalb des Seilrades die Seilspannung erhöht werden.
  • Drehkondensator sitzt fest. Bei einigen Seilrädern kann man durch Umschlingung mit der Skelettierung durch straff gewickelten Draht oder Klebeband das Seil gegen runterrutschen sichern, während das Seilrad von der Drehkoachse gezogen wird. Einige Drehkos können nur so wirksam entfettet und neu gefettet werden.
  • Das Seil ist im Bereich des Antriebsachse verschlissen. Kommt man an diesen Bereich gut ran, kann auch ein Seil-Bypass gelegt werden. Dazu wird von dieser Stelle weit genug entfernt, ein zusätzliches Seil eingeknotet und dann gut verklebt. das muss aber in einem freilaufenden Bereich erfolgen, denn Knoten dürfen nicht an die Antriebsachse kommen. Nun wird das Seil um die Antriebsachse gelegt und dahinter wieder im freilaufenden Teil unter mechanischer Spannung verknotet und verklebt. Ist alles gut ausgehärtet, kann die verschlissene Stelle rausgeschnitten werden.

 

 

 


 

 

9. Seil-Kombi-Antriebe für AM und UKW:

In der Anfangszeit des Rundfunks waren noch keine Skalenseil-Antriebe in Gebrauch. Zumeist steckte direkt auf der Drehkonensatorachse ein großer flacher Drehknopf - auf dem gleich die Skala angebracht war. Später kamen die oben vorgestellten Seilantriebe hinzu. Mit Einführung des UKW-Rundfunks (und dem damit sich ergebenen Wunsch, UKW und AM getrennt abstimmen zu können) kamen Radios auf den Markt, die ...

 

  • ... mit einem Knopf UKW und AM (LW, MW, KW) abstimmten und dabei beide Empfangsteile parallel synchron abstimmten. Beim Umschalten von AM zu UKW ging die jeweils andere Skalenzeiger-Position verloren. Der AM-Drehkondensator bildete mit dem UKW-Drehko zumeist eine Funktionseinheit (Kombi-Drehko).

  • ... mit einem abstimmten Knopf für UKW und AM (LW, MW, KW)  und dabei zwei Zeigersysteme (für UKW und AM getrennt) nutzen. Die Umschaltung von AM zu UKW schaltete auch gleichzeitig den Seilantrieb um. Dabei bleib die Position des jeweils anderen Bereiches unverändert. Man konnte also  nur durch Umschalten von AM zu UKW schlagartig zwischen zwei eingestellten Sendern wechseln.

    Dieses Antriebsystem nannte man "Duplex-Antrieb". Der AM-Drehko und der UKW-Drehko mussten keine Funktionseinheit bilden, es konnten gut getrennte Drehkondensatoren oder Spulenabstimmungen verwendet werden.

    Es wurde zumeist in komfortable Radios eingebaut, da die Umschalt-Kupplungsautomatik recht komplex war. Heute treten bei den Duplex-Antrieben oft Probleme auf, weil die Kupplungen oft mit einer Art Schaumgummischeiben oder Filzscheiben realisiert wurden und dieses Material sich auflöst. Weiter gibt es dabei auch oft Probleme mit dem dem Wechselspiel des Umschalt-Hebelweges.

  • ... mit zwei Knöpfen auf einer Drehknopf-Achse (zumeist UKW der hintere größere Drehknopf, AM der kleinere Knopf vorne). Auf der Doppelachse wurde entweder AM oder UKW abgestimmt. Dabei gab es eine Innenachse und eine Aussenachse. Verwechselte man nicht die beiden Knöpfe, konnte man bei richtiger Einstellung der Sender nur durch Umschalten von AM zu UKW schnell zwischen zwei Sendern wechseln. Der AM-Drehko und der UKW-Drehko mussten keine Funktionseinheit bilden, es konnten gut getrennte Drehkondensatoren oder Spulenabstimmungen verwendet werden.

 


 

 

 

 

6.1.2008 / 10.08.2016

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