Für Smartphones, Tablet-PCs, Windows Phone: Ersatz-Menü
Datenschutzerklärung

>>> 06.09.2017 Neuigkeiten (News) ... Hier klicken

Ein Detektor-Empfänger noch simpler ! DER GSD (Gollum-Simpel-Detektor)

... zurück zur Detektor-Bauvorschlag-Seite


Online seit 27.08.2010. Letzte Bearbeitung: 22.11.2015

Eine Rolle Klingeldraht, ein paar Billig-Prüfschnüre, einen Billig-Kristall-Hörer, eine rostige Zange: Das wird ein kompletter Detektorempfänger, der aber so nicht abstimmbar ist! Gäbe es zwei MW-Sender im Einzugsbereich, würde er mehr oder wenige beide fast gleichlaut hörbar machen. Aber diese "Gefahr" wird am Tage in Deutschland leider immer geringer.

 

An Antenne kommen 10- 15 Meter Draht, möglichst frei aufgehangen und an Erde eine Leitung zur Wasserleitung oder zur Zentralheizung. Bei beiden auf guten Erdkontakt achten.

 

Aufbauzeit ca. 15 Minuten. Antenne und Erde ran und schon hört man den Mittelwellen-Ortssender. Ein Superreichweiten-Empfänger ist das natürlich nicht, aber z.B. in Berlin höre ich am Tage damit auf 990 kHz D-Radio Kultur (Stand 2010). Abends und Nacht hört dann schnell das Vergnügen auf: Zuviele Sender gleichzeitig. Man sollte vorher testen, ob man mit einem kleinen MW Kofferradio einen Sender am Basteltisch gut und laut hören kann, sonst klappt es nicht mit dem GSD. Einen 50 - 100 KW-Mittelwellen- oder Langwellensender hört man auch bis zu 30 Km Entfernung am Tag.

 

Durch Einführung eines Drehkondensators (300 - 500 pF) parallel zur Spule und / oder eines kleinen Widerstandes (68 kOhm) parallel zum Kopfhörer wird der Empfang besser und man kann Sender abstimmen. Es MUSS ein Kristallhörer oder ein oldtime 2000 Ohm-Hörer sein, kein moderner Mpeg-, Iphone- oder Walkman-Hörer!

 

Zugegeben, das Einstellen der Gleichricherstrecke (rostige Zange mit sensiblem Kontakt eines kleinen Kupferdraht-Stückes auf dem Rost der Zange oder eines Schrauenziehers, usw.) ist ein GEFUMMLE und starke Nerven sind gefragt. Aber es geht: Simple-Hardcore und nichts für Warmduscher. Die Kontaktstelle darf nur wenig Rost haben, der Kontaktdruck sollte eher leicht sein,

 

probieren, probieren, probieren....

 

Die auf dem Photo zu sehenden Prüfschnüre sind nur aus optischen Gründen aufgewickelt, es hat keine elektrische Bedeutung. Wieviel Windungen muß die Klingeldrahtrolle haben? Ist nicht so wichtig. Einfach nehmen, was gerade da ist. Wer schlau ist, baut das Gerät erst mit irgendeiner Germanium-Diode (z.B. AA112, OA90, usw - keine Silizium-Diode) auf und wenn das funktioniert, wird die "rostige Zange"-Diodenstrecke getestet.

 

Nur Mut, es wird klappen. Weitere Informationen zum Rost-Detektor. Versuche mit den sogenannten Rasierklingen-Detektoren waren bei mir wenig erfolgreich, da die heutigen Klingen kaum noch Rost oder Flugrost  (Oxyd) ansetzen und nicht funktionieren. Im englischsprachigen Bereich werden diese Rasierklingen-Detektoren auch u.U. mit Foxhole-Sets umschrieben. Jedenfalls ist es mir nicht gelungen auf einer modernen rostfreien Klinge Halbleitereffekte zu generieren, man täuscht sich da leicht, insbesondere wenn auf dem Gegenkontakt auch Hauch Oxyd übersehen wird. Einige Freaks glühen Rasierklingen aus und nutzen sie dann als Gleichrichter, gut, aber kann kann man gleich einen rstigen Nagel nehmen ... Bei gleichzeitiger Nutzung einer Bleistiftspitze beginnt auch das Graphit Bestandteil der Gleichrichterstrecke zu werden und es ist dann eigentlich ein Rasierklingen-Graphit-Detektor.


Der GSD (Gollum-Simpel-Detektorempfänger)
Ein Mittelwellen-Radio mit fast nichts !

Super-Simpel-Detektor

Wer Spass daran hat, den Gleichrichter leistungsfähiger zu gestalten und den "Zangengleichrichter" zu ersetzen, ohne eine Germaniumdiode (wie z.B. die AA112) zu nutzen, kann sich mit einfachen Mitteln einen Gleichrichter bauen. Siehe diesen Bauvorschlag.


Selbstbau-Gleichrichter mit Pyrit (siehe Bauvorschlag)

Einfacher Selbstbau-Gleichrichter für Detektor-Empfänger

 

Wer ein paar Kondensatoren hat oder einen Drehkondensator von ca. 300 / 500 pF) , kann mit 10, 30, 50, 100, 200, 500 pF - angeschlossen an den Klingeldraht-Spulenenden (an Antenne und Erde) probieren, ob einer davon besseren Empfang bringt. Auch kann es hilfreich sein, verschiedene Klingeldrahtspulen zu testen (mit mehr oder weniger Windungen).

 

 

Zurück zu den Bauvorschlägen

© 1996/2017 Wumpus Welt der Radios. Rainer Steinführ, WGF | Besucherzähler: 1.689.173

Kontakt & Impressum | Sitemap | Admin-Login | Seitenanfang ↑